Where to eat?

6 Tipps um Genuss aufzuspüren

Zugegeben, bei der Hülle und Füller toller Restaurants kann es etwas undurchdringbar werden. Ein guter Städtetrip wird komplett durch den eleganten Mix zufälliger Funde oder Begegnungen und der Verwirklichung lang ersehnter Träume- und in meinem Fall sind solche Träume immer essensbezogen. Um einem Trip trotzdem das Gefühl zu vermitteln, man habe ein Geheimversteck entdeckt und den direkten Tunnel zur einheimischen Kultur, sind hier schonmal 6 Tipps für die gelungene und romantische Restaurantauswahl:

1. Fragt euren Air BNB Host. Fragt die Ferienwohnungsvermietung, den Portier, die Rezeptionistin, den Frühstückskellner, die Feinkosthändlerin wo ihr den wunderbaren, jahrelang gereiften Parmesan gekauft habt. Wenn ihr mutig seid, oder einfach wie ich in fremden Städten diese innere mutige Version eurer selbst channelled, fragt auf der Straße fremde Menschen, die euch das Gefühl guten Geschmacks vermitteln. In den allermeisten Fällen wird euch gern der ein oder andere Tipp verraten, in wenigen Fällen entsteht dadurch sogar ein Gespräch, womöglich eine Freundschaft.

2. Guckt bei Foodblogs, nicht bei Instagram. Instagram vermittelt einen flüchtigen Überblick über die Gastroszene einer Stadt, aber eben nur die Lokalitäten die “instagrammable” sind. Vor allem Accounts die die Stadt und einen nahrungsbezogenen Zusatz im Namen tragen (zum Beispiel foodofistanbul, deliciouslondon) sind nicht zu empfehlen. Und je nach Recherche Skills kann die Suche nach einheimischen, geschmackvollen Food Influencern anstrengend und zeitraubend sein. Über Google oder Pinterest ist es leichter, gute Anhaltspunkte zu finden, und bei stadtbezogenen Blogposts, die bestenfalls ihre Tipps gastronomisch unterteilen (Cafés, Restaurants, Frühstücksorte…), bin ich bisher meist fündig geworden

3. Dieser Tipp hängt mit Tipp Nummer 2 zusammen. Speichert euch eure Tipps in Google Maps ab. Denn stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr seid schon 15 km an diesem Tag gelaufen, habt euch alles angeschaut und seid reizüberflutet wie es nur im Urlaub möglich ist. Der Ort, an dem euch diese Überflutung dazu zwingt, inne zu halten und einen Kaffee trinken zu gehen, ist umringt von Touristenfallen, in die ihr sicher nicht hereinfallt. Aber wohin? Erstmal Tripadvisor (benutzt das noch jemand?) anschmeißen und durch ewige Listen klicken? Nein, ihr geht zu Google Maps, und schon seht ihr auf der Karte direkt, dass ein gutes Café in der dritten Seitenstraße rechts liegt. Eine Wohlfühloase, ein Rückzugsort. Tada, Stimmung gerettet.

4. Immer der Nase nach. Und lasst euch nicht zu sehr von eurem Hungergefühl leiten. Wenn etwas toll riecht, und ihr nur ein paar Tage an diesem Ort seid, nehmt zumindest eine kleine Portion zum Probieren mit. Oder scheut euch nicht davor einmal diesen wohlriechenden Ort zu betreten. Schreitet ein in den satten Duft dieser Welt und ergebt euch dem Rausch, den herzerwärmende Restaurants auslösen. Selbst wenn ihr im portugiesischem Restaurant nur ein Nata mitnehmt, bleibt euch die Erinnerung, die die Seele nährt.

5. Geht vom Großen ins Kleine. Natürlich sind bei Städtetipps die Restaurants leichter zu erreichen und näher am Hotel, aber für den Fall dass ihr ein Mietauto, einen Camper oder die Abenteuerlust habt, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, könnt ihr die produzierenden Betriebe besuchen! Rohmilchkäse vom Hof, ein Winzer Weingut mit Blick auf die Reben, der Biohof am Stadtrand der schon von Weitem nach Tomaten duftet. Klingt das nicht malerisch? Finden könnt ihr solche Oasen über das weltweite Netzwerk Slowfood, über Agritourismus Webseiten oder über Nachfragen im Restaurant. “Dieser Wein schmeckt himmlisch und ihr sagt, er sei aus der Region. Wo genau und wissen Sie, ob man dort Führungen besuchen kann?”

6. Und der letzte, und vermutlich offensichtlichste Tipp: Geht auf Märkte. Schnuppert, probiert, nehmt alles mit was spannend aussieht und macht ein privates Tasting am Strand oder See.

Marktausbeute auf Lanzarote (Haria Markt)