
Cedric Grolet ist bekannt für Fruchtberge die innerhalb einer Sekunde zu Kompott werden. Seine Videos, in denen er den Prozess zur Fertigung täuschend echt aussehender Mangos zeigt, sind super beliebt und die Schlangen vor seinen Patisserien scheinen endlos. Genau diese Früchte, die oft so aufgebaut sind dass ein Fruchtkompottkern von einer hellen Creme ummantelt und wiederum von einer Schokoladenglasur umfasst wird, hat er in seinem Buch “Fruits” schon eingehend beschrieben.
In seinem Buch “Fleurs” geht es um Blumen, nur nicht immer in der direkten aromatischen Verknüpfung, sondern um das Aussehen. Filigrane Torten, Meisterleistungen mit der Spritztülle und vor allem fein ausgetüftelte Rezepte für Cremes und Teige machen dieses Buch wirklich hilfreich und auch für den Hobbykoch verständlich.



Nach einem kurzen Vorwort seiner Selbst und einem Kommentar seines Ausbilders Pascal Liotier startet direkt das Inhaltsverzeichnis. Seine Kreationen teilt er in die vier Jahreszeiten und seinen Rezepte-Anhang auf.
Blüten selbst finden dabei vor allem im Frühlingskapitel ihre Bühne, zum Beispiel Honigblüte, Mohnblüten, Sakura und Lavendel. Im Sommer wird es beerig, der Herbst eher nusslastig und im Winter kommen schwerere Komponenten wie Mokka, Karamell und Trüffel zum Tragen.



Mich überzeugt vor allem die Genauigkeit der Rezepte, auf jede Nachkommastelle sollte geachtet werden um ein makelloses Ergebnis zu garantieren. Für eigene Kochexperimente in der privaten und nicht-privaten Küche habe ich seine Rezepte bereits herangezogen und wurde nie enttäuscht.
Noch dazu ist dieses Buch wunderschön clean gehalten. Die Fotos sind aussagekräftig und reduziert, und dabei sehr elegant und geschmackvoll. Auch als Coffee Table Tisch eignet sich dieses Buch, wenn man es nicht während der Kochabenteuer bekleckert hat.
Mein Ehrgeiz, seine Kreationen in der eigenen Küche nachzumachen, statt mich stundenlang in Paris in eine Schlange zu stellen wurde zweifellos geweckt!

